"Casa del Poggio" ist ein typisches toskanisches Landhaus, gebaut aus Terrakotta Ziegeln auf zwei Etagen. Die zu vermieteten Zimmer befinden sich in der ersten Etage des Hauses. Zwei Zimmer - Mandarino und Carcade - sind nach Norden ausgerichtet mit Blick auf das Chianti-Tal und den Apennin. Das andere Zimmer - Menta - ist nach Süden ausgerichtet, in Richtung Santa Lucia und der Abtei von Monteoliveto.
Jedes Zimmer verfügt über ein großes helles Fenster, ein eigenes Bad, TV und WLAN.

Wir haben einen privaten Parkplatz und eine überdachten Bereich für Fahrräder und Roller. San Gimignano ist bequem zu Fuss (10 Minuten) zu erreichen. Sie wandern über die "Via Vecchia", einem schönen und charmanten, alten, malerischen Weg, mit Blick auf San Gimignano und die wunderschönen Hügel der Toskana. Über diesen Weg erreichen sie auch einen Supermarkt und die Via Francigena.

Sie sind umgeben von Wald, Weinbergen und Olivenheinen. Diese können in Spaziergängen, Wanderungen und Fahrradtouren erkundet werden. Im Hof gibt es eine Laube mit einer kleinen Küche, die für unsere Gäste zur privaten Nutzung zur Verfügung steht.. Sie können eine Mahlzeit im Freien genießen, umgeben von Glühwürmchen und Kerzen. Auf Wunsch bereiten wir Ihnen ein toskanisches Abendessen! Wir weisen jedoch darauf hin, dass wir als überzeugte Vegetarier kein Fleisch zubereiten. Für unsere Gerichte verwenden wir nur zertifizierte Bio-Zutaten und saisonale Früchte und Gemüse.

Für das Frühstück bieten wir Ihnen drei verschiedene Menues zur Auswahl, die Sie bitte am Vortag wählen. Wenn es das Wetter erlaubt, können Sie das Frühstück auch im Freien mit Blick auf die Türme von San Gimignano genießen.

Betreut werden Sie von einer kleinen Gemeinschaft von Künstlern, Kräuterliebhabern  und Masters of Yoga. Landwirtschaft, Gartenbau und biodynamische Experimente sind unser Handwerk. Unsere Gäste können gerne in den täglichen Aktivitäten des Poggio, von Rebschnitt bis zur Ernte teilnehmen. Sie können sich aber auch darauf beschränken, uns in den Gärten zu besuchen und zu erfahren, wie köstlich es ist, einen Pfirsich frisch vom Baum zu genießen. Gerne können Sie uns auch im Weinkeller helfen, unseren Wein oder unser Öl abzufüllen. Dabei können Sie eine Flasche Wein gewinnen! Wir produzieren auf rein biologischer Grundlage Olio Extra Vergine, Rotwein, Spirituosen, Gemüse und Obst. Diese Produkte höchster Qualität können Sie gerne bei uns erwerben.

Unsere Philosophie ist es, so gut wir können, im Einklang mit dem Ökosystem, uns selbst und den anderen zu leben. Zu Ihrem Glück und Ihrem Wohlbefinden beizutragen, ist für uns mehr als nur ein Job - es ist uns ein Vergnügen.

MEINE VERSION UNSERER GESCHICHTE

Das Bauernhaus ist recht modern. Es wurde in den frühen 70ern  gebaut, wurde auf einem Platz errichtet, auf dem ursprünglich ein Nebengebäude des historischen Bauernhofs Becucci stand. Dort standen früher auch das Lager für das Stroh, ein Hühner- und Kaninchenstall.
In der Antike erzeugten unsere Vorfahren im Il Poggio Wein, Öl undverschiedene Arten von Weizen und Obst. Das Anwesen bestand ursprünglich aus einem großen Haus, verschiedenen Schuppen, einem Brunnen, einigen Kellerräumen, einem kleinen Streifen Wald und einem Tal voller Getreide.

Raffaello Becucci war der Gründer des Casa del Poggio und auch der älteste direkte Vorfahr, an den sich unsere Familie noch persönlich erinnern kann. Doch nach dem „Catasto Generale di Terraferma" (Katasterverzeichnis) aus dem Jahre 1795 lebte unsere Familie schon lange in dieser Region noch bevor Raffaello geboren wurde.

Raffaellos Geburt geschah in einer einzigartigen, fast übernatürlicher Art und Weise. In der Zeit, in der er geboren wurde, war seine Geburt wirklich außergewöhnlich. Er war einer von drei Jungen  - von Drillingen. Alle drei Jungen wurden lebendig und gesund geboren; es war eine fast mystische, heilige Geburt, die ein Segen für diese wichtige genealogische Linie zu sein scheint.

Ich habe immer die Aufmerksamkeit auf diesen Aspekt unserer magischen Genese gerichtet, in dem Glauben, dass meine Familie mit diesem Land und diesen Bäumen geboren ist, dass unsere Wurzeln und die von il Poggio zusammen verwoben sind, sowohl in ihrer Herkunft als auch in der Substanz. Weder sagen wir von uns, dass wir edle Menschen sind, noch rühmen wir uns der Heldentaten unserer Vorfahren. Aber wir haben so viel von uns an dieses Land und „il Poggio“ gegeben, dass wir jetzt vollständig und ewig mit dieser Farm verbunden sind. Wir sind stolz auf diese enge Verbindung und darauf dass wir „il Poggio“ kultiviert haben. Damit haben sich unsere Schicksale verbunden.

Der landwirtschaftliche Familienbetrieb von Becucci endete 1995  mit der letzten verkauften Flasche Chianti Colli Senesi, die noch von mir als Kind mit Papierkleber etikettiert wurde.
Später erzeugte mein Großvater Rotwein, Vernaccia, Öl und Vin Santo mit den gleichen Methoden,  die sein Vater ihm überliefert hatte, für den eigengen Bedarf. Er  hat auch  mir diese traditionellen Produktionstechniken beigebracht, und er hat mir gezeigt, wie man sich um die Weinberge und Olivenhaine kümmert.

Die il Poggio Landschaft ändert sich ständig in Form und Farbe. In jedem Licht erscheint die Landschaft wieder neu und es sind überall die Spuren der Vergangenheit in diesem grünen Paradies ersichtlich.

Luigi, der Großvater meiner Mutter, war nicht nur ein Fuchsjäger, sondern auch ein großer Musikliebhaber. Sicherlich würde er sich oft in die Felder legen und im Freien die Musik  einer CD genießen.
Meine Großmutter war eine typische Italienerin mit langen schwarzen Haaren. Sie lebte hier   im Schatten der Bäume mit Ziegen, Hühnern, Katzen, Hunden und Pfauen.
Die Pfauen sangen ihr Lied, das mich immer an den Reiz der Sommerabende und an den  frischen Wind und das Rauschen der Meereswellen erinnert. Die Pfauen schliefen unter der Steineiche, die sich  elegant über den Keller erhebt. Dieser Baum ist ein heiliger Riese, der bereits über 550 Jahre alt ist.

In der Nacht beleuchten die Glühwürmchen den Weg nach San Gimignao, und man kann den Blick auf das Städtchen genießen, welches über dem Tal zu schweben scheint.

Nun gibt es nur noch drei von unseren Nachfahren. Meinen Großvater Cesare, dessen große Liebe Mara war, meine Mutter und mich.

Mein Großvater Cesare erlitt am 07.11.2014 einen Schlaganfall und kann seither nicht mehr sprechen. Damals habe ich beschlossen, nach Hause zurückzukehren und die Verantwortung für mein kostbares Erbe zu übernehmen, und gründete das „Casa del Poggio“ in der heutigen Form um es in der Sommersaison darauf zum ersten Mal zu öffnen.

Ein Teil der Vergangenheit und Geschichte von il Poggio starb mit der Stimme meines Großvaters, der uns viel und einfühlsam von der Geschichte dieses Hauses erzählt hat. Diese Geschichte gibt uns die Kraft und treibt uns an, das Haus auch in Zukunft zu gestalten und zu betreiben. Die Zukunft wollen wir mit unseren eigenen Händen im Sinne der Vergangenheit weiter gestalten und mit Ihnen teilen.